Ortsvorsteher-Blog

Martin Biedermann, Ortsvorsteher in Rohrbach

Ortsvorsteher Martin Biedermann

Seit 2024 bin ich für Rohrbach und seine Bürger im täglichen Einsatz. In meinem Blog lasse ich meinen Gedanken zu den aktuellen Entwicklungen rund um unser Dorf freien Lauf. Viel Spaß beim Lesen! 😄

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die medizinische Versorgung ist ein zentrales Thema für jede Gemeinde. Gerade in Zeiten, in denen vielerorts über Ärztemangel und lange Wartezeiten geklagt wird, ist es umso erfreulicher, dass Rohrbach hier hervorragend aufgestellt ist – heute und auch in Zukunft.

Zum Jahreswechsel hat sich im MVZ „Hinter den Gärten“ ein bedeutender Schritt vollzogen. Die beiden langjährig in Rohrbach tätigen Ärzte, Dr. Flohr und Dr. Krewel, haben sich nach vielen Jahren engagierter Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre fachliche Kompetenz und ihre große Verbundenheit mit den Menschen in unserem Ort möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich Danke sagen.

Gleichzeitig freut es mich sehr, dass mit diesem Generationswechsel auch die Nachfolge gesichert ist. Die allgemeinmedizinische Betreuung „Hinter den Gärten“ wird künftig von Marcial Hohler, Dr. Elena Brengel und Dr. Steffi Körner im neuen „Gesundheitszentrum Saar: St. Ingbert“ nahtlos und dauerhaft gewährleistet. Die kardiologische Versorgung übernimmt weiterhin Simon Krewel, der bereits seit Anfang 2025 in der Praxis tätig ist.

Doch damit nicht genug: Mit dem neuen Gesundheitszentrum sowie den Praxen Nikola Schilbach und Dirk Gimmler verfügt Rohrbach nun über drei moderne Arztpraxen, in denen junge Ärztinnen und Ärzte Verantwortung übernehmen. Sie bringen frische Impulse, aktuelle medizinische Erkenntnisse und zugleich die Bereitschaft mit, sich langfristig in unserer Gemeinde zu engagieren.

Während in vielen Kommunen Praxen aus Altersgründen schließen müssen und die Suche nach Nachfolgern zur Herausforderung wird, ist der vielfach beschriebene Ärztemangel in Rohrbach zum Glück kein Thema. Diese Entwicklung ist ein starkes Signal für die Attraktivität unseres Stadtteils und für die hohe Lebensqualität vor Ort.

Eine wohnortnahe medizinische Versorgung bedeutet Sicherheit – besonders für Familien, ältere Menschen und alle, die auf regelmäßige ärztliche Betreuung angewiesen sind. Kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und gewachsene Vertrauensverhältnisse sind Werte, die man nicht hoch genug einschätzen kann.

Ich bin sehr dankbar für das Engagement aller Beteiligten, die diesen erfolgreichen Übergang möglich gemacht haben. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Rohrbach auch in Zukunft eine lebenswerte und gut versorgte Gemeinde bleibt.

Herzliche Grüße
Euer Martin
Ortsvorsteher

Liebe Rohrbacherinnen und Rohrbacher,

angesichts der aktuellen Geschehnisse in der Welt fällt vielen von uns der Blick auf die Nachrichten und Schlagzeilen schwer. Umso wichtiger ist es, sich bewusst auf das zu konzentrieren, was wir vor Ort gestalten können – und wo sich in Rohrbach Schritt für Schritt etwas bewegt.

In den kommenden Monaten stehen in unserer Gemeinde mehrere wichtige Themen im Fokus. Dazu gehören neue Angebote für Familien, zusätzlicher Wohnraum und die Weiterentwicklung bestehender Flächen. Mit den Bebauungsplänen in den Bereichen „Im Stegbruch“ und „In der Königswiese“ haben wir dafür eine solide Grundlage geschaffen. Ziel ist es, Wohnraum zu ermöglichen und gleichzeitig die Infrastruktur für Kinder und Familien zu stärken.

Bei der Entwicklung des Gewerbeparks in der Ernst-Heckel-Straße ist eine enge Abstimmung mit der Stadtverwaltung und den beteiligten Akteuren notwendig. Solche Prozesse brauchen Zeit, müssen aber sorgfältig vorbereitet werden, damit sie langfristig tragen.

Ein zentrales Anliegen bleibt der Bahnhof Rohrbach. Gerade für ältere Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit Einschränkungen ist Barrierefreiheit entscheidend. Auch wenn wir hier nicht allein entscheiden können, arbeiten Stadt und Land daran, Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Es gibt berechtigte Hoffnung, dass ein wichtiger Schritt in diese Richtung bald erfolgt und der Umbau beginnt.

Rohrbach lebt vom Miteinander. Vereine, Ehrenamtliche und engagierte Bürgerinnen und Bürger tragen maßgeblich dazu bei, dass Integration gelingt und Zusammenhalt entsteht. Gerade in bewegten Zeiten ist dieses Engagement nicht hoch genug zu schätzen. Offenheit, Dialog und gegenseitiger Respekt sind dabei entscheidend.

Leerstände und strukturelle Veränderungen stellen uns vor Herausforderungen. Statt auf große und riskante Projekte zu setzen, sollten wir auf realistische Lösungen setzen, die zu Rohrbach passen und soziale Aspekte ebenso berücksichtigen wie wirtschaftliche Vernunft.

Die Vergangenheit können wir nicht ändern. Aber wir haben Einfluss darauf, wie sich unser Stadtteil weiterentwickelt. Wenn wir gemeinsam handeln, Chancen erkennen und Verantwortung übernehmen, gibt es allen Grund, zuversichtlich nach vorne zu schauen.

Herzliche Grüße
Euer Martin
Ortsvorsteher